Über die Zeitschrift
Das Völkerstrafrecht steht vor erheblichen Herausforderungen. Während der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) zunehmend politischem und institutionellem Druck ausgesetzt ist, gewinnt die nationale Ebene für die Durchsetzung und Fortentwicklung des Völkerstrafrechts immer größere Bedeutung. Zugleich bleiben viele dieser Entwicklungen in der wissenschaftlichen Diskussion fragmentiert und häufig auf nationale Kontexte oder einzelne Sprachräume beschränkt. So fehlt auch dem deutschsprachigen Völkerstrafrecht – mit seinen spezifischen Fragestellungen und Perspektiven – bisher ein eigenes Publikationsforum. Beiträge mit völkerstrafrechtlichem Bezug finden sich verteilt in verschiedenen völkerrechtlichen und strafrechtlichen Zeitschriften, vermehrt – gerade, wenn es um aktuelle Themen – auch in wissenschaftlichen Blogs.
Die „Zeitschrift für Völkerstrafrecht“ (ZVStR) soll diese Lücke schließen. Sie versteht sich als Forum zur Beobachtung, Einordnung und Diskussion völkerstrafrechtlicher Entwicklungen. Ziel ist es, einschlägige Rechtsprechung, Verfahren und Debatten einem völkerstrafrechtsinteressierten Publikum im deutschsprachigen Raum – Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH) – zugänglich zu machen und so zur Vernetzung der Diskussion beizutragen. Zugleich sollen ausgewählte englischsprachige Beiträge – etwa Anmerkungen zu wichtigen Entscheidungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – diese Entwicklungen auch international sichtbar machen. Als online Open-Access-Zeitschrift gewährleistet das Projekt einen freien und niederschwelligen Zugang für alle Interessierten.
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